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Mehr Kundenanfragen für lokale Betriebe: 5 ehrliche Hebel

Mehr Anfragen — aber die richtigen. Das wünschen sich fast alle Betriebe, mit denen ich rede. Dafür müssen Sie kein großes Werbebudget verbrennen. Meistens reichen ein paar bodenständige Hebel, die zuverlässig wirken. Hier sind fünf davon.

1. Der Google-Eintrag, der Sie überhaupt sichtbar macht

Wenn jemand in Ihrer Nähe nach dem sucht, was Sie anbieten, entscheidet oft das Google-Unternehmensprofil — die Box mit Karte, Bewertungen und Öffnungszeiten — wer angerufen wird. Ein vollständiges, gepflegtes Profil ist der schnellste Hebel für mehr lokale Anfragen. Und er kostet nichts außer etwas Sorgfalt.

Was das für Sie bedeutet: Dieser Hebel wirkt auch dann, wenn Ihre Website gerade nichts taugt — das Profil steht in den Suchergebnissen davor. Wenn Sie nur eine einzige Sache aus diesem Artikel umsetzen, nehmen Sie diese. Wie das im Einzelnen geht, steht in Google-Unternehmensprofil richtig einrichten.

2. Eine Website, die Vertrauen schafft

Die meisten schauen sich Ihre Website an, bevor sie anrufen. Sie muss nicht spektakulär sein — sie muss auf den ersten Blick zeigen, was Sie tun, für wen, und warum man Ihnen vertrauen kann. Klar, ehrlich, ohne Schnickschnack. So wird aus Interesse ein Anruf.

Was das für Sie bedeutet: Ihre Website muss niemanden begeistern. Sie muss die Zweifel ausräumen, die zwischen dem Suchergebnis und dem Anruf entstehen — und das sind meistens dieselben drei: Macht der das, was ich brauche? Kommt der bis zu mir? Und ist der seriös? Sind diese drei Fragen auf dem ersten Bildschirm beantwortet, hat Ihre Seite ihre Aufgabe erfüllt. Alles Weitere ist Kür.

3. Echte Bewertungen

Bewertungen sind der Beweis, den Sie über sich selbst nicht liefern können. Ein Betrieb mit ein paar ehrlichen, aktuellen Bewertungen wirkt sofort vertrauenswürdiger — und wird bei Google lokal besser gefunden. Der einfachste Weg: nach einem guten Auftrag freundlich fragen. Die meisten helfen gern, wenn man sie daran erinnert.

Was das für Sie bedeutet: Das ist der einzige der fünf Hebel, den Sie nicht allein bedienen können — Sie brauchen dazu andere Menschen. Genau deshalb fangen Sie besser heute damit an als in dem Moment, in dem Sie sie brauchen. Wie Sie stetig welche bekommen und was Sie auf eine schlechte antworten, steht in Google-Bewertungen bekommen.

4. Gefunden werden, wo gesucht wird

Die Leute, die Sie erreichen wollen, suchen an bestimmten Orten — bei Google, in Branchenverzeichnissen, manchmal in sozialen Netzwerken. Wichtig ist, dort mit einheitlichen, korrekten Informationen aufzutauchen. Widersprüchliche Adressen oder Öffnungszeiten kosten Vertrauen und Sichtbarkeit.

Was das für Sie bedeutet: Hier verlieren Sie nicht durch Untätigkeit, sondern durch Altlasten. Eine alte Telefonnummer in einem Branchenverzeichnis, das Sie vor acht Jahren einmal ausgefüllt haben, arbeitet gegen Sie, ohne dass Sie etwas davon merken. Suchen Sie einmal Ihren Betriebsnamen bei Google und gehen Sie die ersten zwei Ergebnisseiten durch. Was dort veraltet steht, gehört korrigiert oder gelöscht — und das ist Arbeit für einen Abend, nicht für ein Projekt.

5. Empfehlungen nicht dem Zufall überlassen

Empfehlungen sind Ihre besten Anfragen — aber die meisten Betriebe warten einfach ab. Dabei lässt sich das anstoßen: zufriedene Kundschaft aktiv um eine Weiterempfehlung oder Bewertung bitten und einen einfachen Weg dafür anbieten. Kleiner Aufwand, große Wirkung.

Was das für Sie bedeutet: Der Unterschied zwischen einem Betrieb, der empfohlen wird, und einem, der es nicht wird, ist selten die Qualität der Arbeit. Es ist die Frage, ob jemand im richtigen Moment einen einfachen Weg vor sich hat. Wer einmal fragt, bekommt gelegentlich etwas. Wer es in seinen Ablauf einbaut — immer an derselben Stelle, mit demselben Satz — bekommt es verlässlich.

Womit anfangen?

Sie müssen nicht alle fünf auf einmal angehen. Meistens reicht es, dort zu beginnen, wo bei Ihnen das größte Loch ist.

Was das für Sie bedeutet: Über das Ergebnis entscheidet die Reihenfolge, nicht die Vollständigkeit. Wer alle fünf gleichzeitig anfängt, bringt keinen zu Ende und hält danach das Thema für gescheitert. Nehmen Sie den Hebel, bei dem Ihnen beim Lesen am ehesten unwohl war — das ist fast immer der richtige.

Welcher Hebel wiegt bei Ihnen am schwersten?

Das hängt von Ihrem Betrieb ab, und von außen sieht man es schneller als von innen. Der Marketing-Kompass bewertet sechs Bereiche für Ihren Auftritt und sagt Ihnen, wo Sie anfangen sollten — und welche der fünf Hebel Sie vorerst liegen lassen können.

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